Aufstellungen zu . . . Der Familie

Mit Schwierigkeiten geht man um wie Kinder mit tiefem Wasser:
Sie lernen schwimmen.
(Bert Hellinger)

Die Situation

Jeder Mensch hat bewusst oder unbewusst ein inneres Bild von den Systemkonstellationen, in denen er aufgewachsen ist, lebt, arbeitet oder berät. Solch ein System ist zum Beispiel die Familie, in die wir hineingeboren wurden. Sie hat unsere Entwicklung und Persönlichkeit entscheidend geprägt.

In einem Konfliktfall, etwa eine Beziehungskrise, bei Generationen übergreifenden Verstrickungen, in oder nach einer schweren Krankheit oder bei autoaggressiven Tendenzen, nutzten wir dieses innere Systembild um wesentliche Ursachen zu erkennen und Lösungen zu entwickeln.

Das Ziel

Viele Konflikte lassen sich auf eine familiäre Ursache zurückführen. So wissen wir heute, dass zum Beispiel die Folgen von schweren Schicksalen, wie sie durch Krieg entstanden, bis in die vierte Generation "vererbt" werden können. Sie sind weitgehendst unbewusst und können durch die Methode der Aufstellungsarbeit gezeigt werden. Noch während der Aufstellung werden Lösungsschritte erarbeitet, die in ihrer Wirkung auf das gesamte System unmittelbar überprüft werden.

Weitere Themen sind:

Der Weg

Die Person, die ein Anliegen einbringt, stellt nach Rücksprache die familienrelevanten Personen aus dem Kreis der Teilnehmer/innen auf. Die Aufteilung, Plätze und Blickrichtung richtet sie gemäß ihrem inneren Bild. Dies wird therapeutisch angeleitet und bedarf nur weniger Vorkenntnisse, die in einem vorbereitenden Beratungsgespräch individuell vermittelt werden.

Durch Befragung der aufgestellten Repräsentanten und der daraus abgeleiteten fachkundigen Umgruppierung der Aufstellungs-Konstellation entsteht ein kraftvolles neues Aufstellungsbild, das anzeigt, welche heilende Schritte und Maßnahmen im System und für den Fragesteller anstehen. Die Lösungen sind bewegend, verblüffend einfach und hoch wirksam. Sie wirken aus dem Lösungsbild heraus wie eine richtunggebende, handlungsanweisende Metapher. Auch wirken sie noch lange Zeit nach. Es ist möglich - und oftmals sinnvoll - diese Gruppenarbeit in einer Einzelarbeit vorzubereiten. Dabei werden zur Darstellung des Familienbildes Symbole, wie z.B. Holzfiguren, eingesetzt.

Die Vorbereitung

Vor der ersten Aufstellung wird in einem Beratungsgespräch ein Genogramm erstellt, d.h. Familiendaten und -situation so wie schwere Schicksale werden erfasst. Dies dient der fundierten Vorbereitung. Nach der Aufstellung können sich noch weitere therapeutische Maßnahmen als hilfreich erweisen - dann findet diese Klärung in einem Nachgespräch (2-3 Wochen nach der Aufstellung) statt.

Eine Aufstellung ist ein hoch wirksames Diagnose- und Beratungs-Instrument. Sie ersetzt jedoch keine Therapie! Eine wesentliche Grundlage für die systemische Aufstellungsarbeit ist eine Atmosphäre der Anerkennung und Wertschätzung und Gegenwärtigkeit.

Termine

Die Familienaufstellung findet in einer Gruppe einmal im Monat statt. Dabei werden mehrere Aufstellungen an einem Tag (in der Regel sonntags) durchgeführt.
Ort: TANZSTELLE, Zentrum für Bewegung und Gesundheit, 70567 Stuttgart (Möhringen), Balingerstrasse 15.
Die nächsten Termine finden Sie im Logbuch

Kosten

Aufstellungsgebühr für AufstellerInnen: 180,- Euro
für StatistInnen, Interessierte: 80,- Euro
für das Vorgespräch: 120,- Euro /Stunde
Vor der ersten Aufstellung ist ein Vorgespräch obligatorisch.